Mit der Schachschule in Pardubice/Tschechei
Nunmehr schon zum 2. Mal sammelte die Schachschule Berlin mit Michael Richter und Julia Belostotska eine größere Anzahl von Schachschülern um sich, um die Reise zum Schachturnier in Pardubice/ Tschechei anzutreten.
Insgesamt 15 Schachschüler machten sich auf den Weg, um dort ein neunrundiges und auch neuntägiges Schachturnier zu spielen. Es ist mutmaßlich das gößte Turnier in Europa mit rd. 1500 Startern in mehreren Gruppen. Dabei werden das A-Turnier und das B-Turnier in einer Eishockeyhalle gespielt. Im A-Turnier starteten einmal mehr rd. 100 Titelträger, allen voran rd. 30 Großmeister.
Zwischenzeitlich hat nur noch das Hindernisrennen von Parcubice - bekannt durch die vielen Todesstürze der Pferde und die Proteste der Tierschützer - einen höheren Bekanntheitswert für die Stadt Pardubice.
Mit insgsamt 15 Schachschülern, darunter in der Mehrzahl Jugendliche bzw. Kinder (Mike war mit 9 Jahren der jüngste) reiste unsere Gruppe Ende Juli 2009 für 10 Tage an.
Dazu gehörten mit Lisa Belostotska, dem jungen Mike Hajjaj, Sebastian Bentert, Maximilian Freund, Yuan Yizheng, Julius Frederking und Jan Paul Cremer in der Mehrzahl Schachjugendliche bzw. Schachkinder, die auch bei den Schachpinguinen Leistungsschach im Berliner Schachverband spielen. Erstere traten im D-Turnier - die letzteren beiden zusammen mit der Kindertrainerin Julia im stark besetzten B-Turnier an. Michael, unser Internationaler Meister, nahm am Hauptturnier teil, wo er um Platz 55 eingereiht war.
Julia legte einen gigantischen Start vor, schlug den Favoriten, einen Internationalen Meister, und späteren Sieger mit 8 Punkten von 9 möglichen. Als einzige musste er also an Julia etwas abgeben - und dann gleich den ganzen Punkt. Nach 4 Runden führte sie als Nr. 110 der Setzliste mit voller Punktzahl das Teilnehmerfeld von 339 Teilnehmern an. Leider ging ihr dann ein wenig die Luft aus. Es folgten dann nur noch zwei Remisen in Runde 6 und 7. Ganz offensichtlich hatte sie Konditionsschwierigkeiten - aber immerhin Platz 95 und eine Verbesserung um rd. 26 Elopunkte.
Im Hauptturnier spielte Michael auf dem erwarteten Level - aber leider auch nicht besser.
Julius als Nr. 298 musste nach sieben Runden mit 2 aus 7 zurück in die Heimat. Jan Paul landete als Nr. 312 auf dem 297. Platz. Beide spielten gegen zum Teil wesentlich stärker eingestufte Gegner.
Die mehr oder minder echten Amateure Lisa, Maxi, Mike und Sebastian liefen quasi auf ihren Plätzen lt. Rangliste ein.
Für sie sollte und war dies sicherlich auch eine Art Urlaub, bei dem das Zusammensein im Vordergrund stand und nicht - vielleicht ausgenommen bei dem jungen Mike - die Förderung der Spielstärke.
Yuan hätte eigentlich besser im B-Turnier antreten sollen. Dort hätte er Gegner gehabt, die seine Spielstärke eher gefördert hätten. Im D-Turnier wurde er mit 5,5 aus 9 73. und hielt sich damit etwas besser als sein 85. Rang nach Spielstärkeeinstufung.
Auf jeden Fall hatten alle großen Spass - und dies war das wichtigste an dieser "Schachurlaubs-Reise".
Wer Genaueres wissen will, kann sich hier über alle Ergebnisse informieren.




